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Crowdfunding-Projekt der Woche (50/12)

capsule.me

Projekt-Titel: Capsuling.Me

Kurzbeschreibung: „Capsuling.Me is a mobile app that offers relevant site-specific media to smartphone and tablet users depending on their location. Capsuling.Me, allows to leave a video or sound recording in a specific location and decide when it can be opened (what we call “Capsule”). Other people passing by this location can enjoy an experience created especially for this place and time.“

Zielsumme: 25.000 €

Projektstatus: noch 47 Tage

Meine Lieblingsprämie: 80 € – „Our creative team will make a capsule as a special present from you to someone you love in a place of your choice.“

CPdW – Warum?: Zeitkapsel-Idee meets Geocaching finde ich spannend. Außerdem wird hier eine Mischform der Finanzierung verwendet, da das Crowdfunding sowohl durch Beteiligungen, Gegenleistungen und/oder Spenden passieren kann.

Links: 


Die Woche in Links (49/12)

War irgendwie eine intensive Woche, zumindest was die Anzahl der Links angeht:

In eigener Sache – Links zu meinem Social Film Marketing Blog:

Ein paar Dinge, die man in Social Media besser machen kann

Beim frühmorgendlichen Social Networken sind mir ein paar NO-GO’s in Bezug auf die korrekte Nutzung Sozialer Medien aufgefallen, die ich hier kurz auflisten möchte: 
  • Links ohne Beschreibung auf Facebook oder Twitter posten: Warum veröffentlichen so viele Leute und vor allem Unternehmen auf ihren Profilen und Seiten Links ohne Kommentare oder Beschreibung. Ich gebe zu, mir passiert das auch manchmal, aber meistens unabsichtlich. In Facebook kann man ja zumeist die Vorschau sehen, aber auf Twitter ist ein einfacher Link für mich ein absolutes NO-GO. Vor allem, wenn er als DM daherkommen ist das für mich gleichbedeutend mit Spam. Eine Frage, die man sich hier immer stellen sollte: Würde ich selbst einfach einen Link öffnen, ohne zu wissen, was sich dahinter verbirgt?
  • Videos auf YouTube mit dem original Dateinamen einstellen: Liebe angehende YouTuber, man kann den Titel auf YouTube ändern und muss nicht den original Dateinamen verwenden. Videos, die „Erster Versuch.mp4“ heißen klickt niemand an. Also schnell alle eure Titel verständlich und Nutzer/Suchmaschinen freundlich benennen!
  • Bei YouTube Videos keine weiterführenden Infos hinterlassen: Tags (also Stichworte) verwenden, denn sie sind das A und O auf YouTube. Wie will man denn sonst gefunden werden? Außerdem immer zusätzlichen Text mit weiterführenden Links im Beschreibungstext angeben. Das ist kein Service, sondern Standard.
  • Facebook-Seiten ohne Plan starten: Liebe Seitenbetreiber, bevor ihr eine Facebook-Page startet, überlegt euch doch mal, was man damit alles machen kann: Meilensteine anlegen, Basisinformationen eintragen, Fotoalben erstellen, Videos einbetten, ein schönes, großes Headerbild hochladen, vielleicht sogar einen eigenen Tab (individuelle Anwendung) programmieren lassen. Wenn ihr das habt, dann könnt ihr das „Seite nur für Administratoren sichtbar“-Häkchen im Admin-Bereich weggeben und die Seite veröffentlichen. Probiert das doch mal 🙂

PS: Das ist nur meine Sicht der Dinge. Wie seht ihr das? Was sollte man unbedingt vermeiden, wenn man auf Facebook, Twitter, YouTube & Co. unterwegs ist? Gerne können wir diesen Beitrag laufend erweitern…

Crowdfunding-Projekt der Woche (49/12)

Projekt-Titel: Die Schweiz tanzt

Kurzbeschreibung: „Wir wollen mit diesem Projekt eine neue Art des Dokumentarfilms entwickeln und der Tanzszene die Möglichkeit geben, sich selbst darzustellen. Auf der Internetplattform zum Film stimmen die Öffentlichkeit und die Online-Community gemeinsam über die Protagonisten ab und entwickeln im ständigen Dialog den Inhalt des Filmes.“

Zielsumme: 15.000 CHF

Projektstatus: ca. 50% finanziert

Projektlaufzeit: noch 10 Tage

Meine Lieblingsprämie: 100 CHF – Neben der DVD erhält man auch ein personalisiertes Video, in dem das Team hüpft und tanzt vor Freude.

CPdW – Warum?: Milad’s Idee, die Crowd in alle Phasen des Projekts mit einzubeziehen,  finde ich einfach super. Abgesehen davon hat sich das Team wirklich gut vorbereitet, ist äußerst sympathisch und hat eine super Projekt-Präsentation entwickelt.

Links: 


CD on demand mit SNOGG.ME [Interview]

Mit dem Slogan „Produziere deine eigene CD“ haben die Linzer Firmen X-Net Technologies GmbH und Buchegger, Denoth GmbH vor einigen Monaten ihre CD on demand-Plattform SNOGG.ME gelauncht. Musikern wird dabei die Produktion von CDs ab einem Stück Auflage ermöglicht, außerdem werden sie bei der Covergestaltung und beim Rechte-Management unterstützt. Vor wenigen Tagen hat das Projekt den Caesar 2012 in der Kategorie Digitale & Interaktive Medien gewonnen, ein Grund mehr sich mit einem der Macher näher über SNOGG.ME zu unterhalten. Nikolaus Duerk, Geschäftsführer von X-Net, stand mir Rede und Antwort:

Wolfgang Gumpelmaier: Hallo Nikolaus, was ist SNOGG.ME?

Nikolaus Duerk: Hallo Wolfgang! SNOGG.ME ist weltweit die erste Plattform, die Audio-CDs on demand in höchster Qualität produziert. Ohne finanzielle Vorleistung können alle Musiker –  angefangen vom lokalen Kleinmusiker über regionale Musikschaffende bis hin zum professionellen Musikmarkt – ihre Musik auf CD zum Verkauf anbieten. Dazu stellen sie einfach ihre Musik zusammen, gestalten Cover und Hülle und definieren den Verkaufspreis. Um die Kaufabwicklung und den Versand kümmert sich SNOGG.ME, Urheberrechtsabgaben werden von den Musikern über den Urheberrechtsassistenten definiert und bei der Produktion entsprechend den Angaben automatisch abgeführt. Damit können Musiker sehr einfach eine unbegrenzte Anzahl an CDs anbieten, neue Alben promoten oder alte, vergriffene CDs wieder verkaufen – und das alles kostenlos. Bestellen können Musiker genauso wie deren Fans – ab 1 Stück.

Wolfgang Gumpelmaier: Wie unterscheidet sich SNOGG.ME von anderen CD on demand Anbietern wie Amazon Create oder CD Baby?

Nikolaus Duerk: SNOGG.ME  ist für alle da, egal ob Hobbymusiker oder Profi, Sänger oder Komponist. Auch Hörspiele und Hörbucher werden unterstützt. Jeder Künstler kann sich bei SNOGG.ME online registrieren und seine CD erstellen – auch ohne Label oder Plattenvertrag. Dabei gibt es weder Einstellgebühren noch sind sonstige finanzielle Leistungen zu erbringen. Zudem bleiben alle Rechte beim Künstler selbst.

Produziert wird eine CD mit Bestelleingang – ab einer Bestellung von 1 Stück. Die Produktion erfolgt innerhalb von 48 Stunden und garantiert höchste Qualität. Es gibt aber keine Verpflichtung, überhaupt eine CD zu produzieren.

Zusätzlich können alle Musiker Cover und Hülle selbst auswählen und auch selbst gestalten. Dazu stehen ihnen einerseits Vorlagen zum Download zur Verfügung. Andererseits gibt es mit dem Online Designer die Möglichkeit, ähnlich einem Fotobuch Bilder hinaufzuladen und Texte zu erstellen.

Wolfgang Gumpelmaier: Warum CD on demand in Zeiten von Musikstreaming-Diensten?

Nikolaus Duerk: Ich bin mit meinen 41 Jahren  vielleicht ein wenig altmodisch. Ich zähle mich nicht zur Generation „Download“, obwohl ich mich seit Beginn des Internets in Österreich intensiv damit beschäftigt habe. Aber irgendwie kann ich es mir nicht vorstellen, meiner Frau einen Gutschein unter den Weihnachtsbaum zu legen. Vielleicht auch noch mit der Bemerkung „lade dir am besten selbst das runter, was du am liebsten hören möchtest“. Das finde ich ziemlich unpersönlich.

Außerdem geht gerade die Musik von regionalen und lokalen Künstlern in der großen Masse unter. Nur weil sie auf Amazon und iTunes neben den ganz Großen gelistet sind, heißt das noch nicht, dass sie auch gefunden werden. Über eine CD, ein eigenes Album kann sich jeder Künstler präsentieren. Musik, Bilder und Text ergeben ein Gesamtkunstwerk. Trotz steigender Userzahlen bei Streaming-Diensten und Downloads werden in Österreich nach wie vor 70% der Umsätze im Musikmarkt über CD-Verkäufe realisiert.

Aus unserer Sicht wird die CD nie ganz verschwinden und vor allem die Produktion von Einzelstücken stark an Bedeutung gewinnen. Die Vinyl-Schallplatte erobert sich ja auch gerade ihren Markt zurück.

Wolfgang Gumpelmaier: Welche Möglichkeiten haben die Künstler?

Nikolaus Duerk: Alle Künstler können beliebig viele unterschiedliche Alben auflegen. Abgesehen vom Musik-Upload und der Gestaltung des Covers müssen sie dazu keine Vorleistungen erbringen. Damit können neben vergriffenen Alben auch z.B. Live-Mitschnitte einfach zum Verkauf angeboten werden. Meisterwerke aus vergangenen Tagen, die nur auf Tape existieren, können ebenfalls wieder aufgelegt werden.

Zudem stellt SNOGG.ME neben der kompletten Vertriebs-Infrastruktur für Verkäufe über das Internet auch Promotion-Instrumente zur Verfügung. Mit dem Promotion-Plugin können CDs direkt in die Webseiten der Künstler eingebunden und dort zum Verkauf angeboten werden.

Da die Künstler keinerlei Verpflichtungen eingehen, können sie den Vertriebsweg über SNOGG.ME einfach einmal ausprobieren.

Wolfgang Gumpelmaier: Was kostet eine CD bei SNOGG.ME?

Nikolaus Duerk: Der Preis der CD ist abhängig von der Art der Verpackung und bewegt sich zwischen 5 und 9 Euro für den Künstler. Den Verkaufspreis für den Fan bestimmt der Künstler selbst und bewegt sich derzeit zwischen 11 und 17 Euro.

Wolfgang Gumpelmaier: Was habt ihr für die Zukunft noch geplant?

Nikolaus Duerk: SNOGG.ME ist seit September produktiv online und befindet sich noch in der absoluten Startphase. Das heißt, wir sammeln jedes Feedback/jede Rückmeldung und setzen laufend Verbesserungen um. In Zukunft wird auch die Produktion von größeren Stückzahlen über Pressungen über SNOGG.ME möglich sein. Diese kann aus der Online-Plattform ebenso angestoßen werden wie die Produktion von Einzelstücken.

In den kommenden Monat werden wir zusätzlich die on demand Produktion von Vinyl-Schallplatten mit anbieten – natürlich ab 1 Stück.

Außerdem haben wir schon eine Weiterentwicklung der Vermarktungsmöglichkeiten geplant, um den Musikern zu helfen, ihre Fans noch besser ansprechen zu können. Genaueres hierzu darf ich aber noch nicht verraten.

Wolfgang Gumpelmaier: Vielen Dank für das Gespräch!

Nikolaus Duerk: Bitte gerne!