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Fragen und Antworten – der neue Trend im Social Web

Vor wenigen Wochen hat Quora einen neuen Hype um Q&A-Portale im Internet eingeläutet. Die Plattform legt den Fokus dabei auf die Wissensvermittlung innerhalb einer Community und ermöglich den Nutzern thematische Netzwerke zu bilden, basierend auf einem durchdachten Frage & Antwort-System. Kurz gesagt: Als User kann ich eine Frage stellen, sie mit meinen Freunden auf Facebook und Twitter teilen und darauf hoffen, dass diese meine Frage beantworten. Momentan befindet sich Quora noch in der Beta-Phase und ist nur via Einladung nutzbar.

Ein ähnliches Konzept verfolgt Facebook Fragen, das bei uns erst vor Kurzem eingeführt wurde:

„Fragen wurden so gestaltet, dass jeder auf Facebook dir helfen kann, eine Antwort zu finden. Wenn du zum Beispiel eine Frage stellst und deine Freunde diese beantworten oder dieser folgen, können deren Freunde diese Frage ebenfalls sehen und beantworten.“

Alle Facebook-Fragen sind jedoch stets öffentlich und für alle zugänglich. allfacebook.de beschreibt die Funktionsweise so:

„Mit der aktualisierten Facebook Fragen Funktion wird es möglich eine Frage an Freunde und Fans zu stellen. Mit offenen und geschlossenen Frageformen sind auch Umfragen möglich. Nutzer können mit einem einzigen Klick an der Facebook Seiten Umfrage teilnehmen oder auch einfach eine weitere Antwortmöglichkeit hinzufügen. Auch einzelne Seiten können als Antwortmöglichkeit hinterlegt werden. Diese werden dann direkt verlinkt. Die einzelnen Umfragen werden auf einer Unterseite angezeigt.“

Einen anderen Ansatz verfolgt takes questions, ein kürzlich gelaunchtes Zusatzservice des Musikdienstes Soundcloud. Dabei wird von den Betreibern

„vor allem als Möglichkeit für auf der Plattform vertretene Berühmtheiten gesehen, in einen direkten Kontakt mit ihrer Anhängerschaft zu treten und deren Neugier zu befriedigen.“

Ob und wie diese neue Funktion von den Usern aufgenommen wird, werden wir sehen. Fest steht, dass sie offensichtlich im Trend liegt. Was meint ihr dazu? Habt ihr einen der Dienste schon mal genutzt?

The Royal Wedding im Social Web

Sie naht in schnellen Schritten, die königliche Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton. Folgendes Video ging in diesem Zusammenhang in den vergangenen Tagen rund um die Welt und erfreute nicht nur die zahlreichen Fans des royalen Brautpaares:

Dabei handelt es sich um einen Clip von T-Mobile UK, der offensichtlich genau ins Schwarze trifft: knapp 4,5 Millionen Mal wurde das Video auf der offiziellen YouTube-Seite bereits geklickt, etliche Kopien des Videos nicht mit eingerechnet.

Ich habe dieses Großereignis bisher noch kaum verfolgt, weder online noch in traditionellen Medien. Dennoch stellt sich mir die Frage, welches Ausmaß dieses Event im Social Web noch annehmen wird Auf der Facebook-Seite Royal Wedding on Yahoo! News gibt’s dazu folgende Fragestellung:

„William and Kate will be the 16th couple to wed in Westminster Abbey but they’re the first to go digital. They have channels on Facebook, Twitter, Flickr and even an official mobile app. What do you think about how they’ve gone digital? http://yhoo.it/eRVNhi„

Im dazugehörigen Artikel erfährt man, dass das Ereignis via Facebook, Twitter, Flickr, YouTube und als iPhone App zu verfolgen sein wird. Alleine auf Twitter folgen dem Brautpaar bzw. der offiziellen Pressestelle bereits rund 33.000 Leute, bei Facebook sind es knapp 329.000 Fans, wobei es sich hier um die Seite „The British Monarchy“ handelt.

Obwohl sich auf YouTube alle möglichen Vorbereitungsvideos finden, fehlt mir persönlich der Clip zur Hochzeitsprobe. Wenn schon Social Media, dann konsequent, bitte!

Ach ja, übrigens: die Hochzeit findet am 29. April statt. Alle Details dazu gibt’s auf der offiziellen The Royal Wedding-Webseite.

Ich selbst werde mir wohl „nur“ die Aufzeichung bei Josepha und einer Tasse „British Afternoon Tea“ ansehen und werde daher bei etwaigem Live-Tweeting nicht dabei sein. Und ihr?

Die Woche in Links (15/11)

Eine anstrengende Woche ist vorbei, Links gibt’s aber trotzdem:

In eigener Sache – Links zu meinem Social Film Marketing Blog

Crowdfunding im Filmbereich bei der Co:funding 2011

Normalerweise gibt’s Filmthemen in meinem Social Film Marketing Blog zum Nachlesen, aber heute mache ich mal eine Ausnahme 😉 Also hier, die Präsentation zum Vortrag bei der Co:funding in Berlin zum Thema „Alternative Projektfinanzierung im Filmbereich“:

Die Micro-Payment Revolution kann beginnen

Ich sitze gerade im Quatsch Comedy Club in Berlin und lausche den Ausführungen der Kreativen, die im Rahmen der Co:funding über das Thema Crowdfunding diskutieren und über ihre Erfahrungen sprechen. Da lese ich folgende Nachricht auf Twitter:

Ein Klick auf den Link zu netzwertig.com bestätigt diese Neuigkeit, die wohl einer Micro-Payment Revolution nahe kommt:

„Über das persönliche Flattr-Dashboard lässt sich auf diesem Weg einem beliebigen Twitter-Account eine Geldspende zukommen lassen. Durch eine Authentifizierung mit ihren Twitter-Benutzerdaten können Nutzer des Microbloggingdienstes jederzeit ihre erhaltenen Geldmittel in Empfang nehmen.“

Im Flattr-Blog findet man die News ebenfalls, wenn auch nicht ganz so explizit in Szene gesetzt:

„If certain web services and sites still don’t get that you want to pay, we have to enable it anyway! 
From 1st of May anyone can receive Flattrs, and this is the grand plan: Everyone uses Twitter (It’s almost impossible not to find people onTwitter). So from 1st of May it will be possible to flattr them via flattr.com. And yes, that means any Twitter account (even those without a flattr account). This will be the first of a long series of services we will enable you to flattr. You asked for it, you’re going to get it!“

Die Möglichkeiten, die sich dadurch nicht nur für Blogger und Onliner ergeben, sind wirklich revolutionär, wie ich finde.

Ich denke da beispielsweise an den britischen Filmemacher Ad Lane, der seinen Zombie-Film „The return of the not quite dead“ seit mehreren Jahren ausschließlich über seine Twitter-Community finanziert und momentan über 48.000 Followers um sich geschart hat:

Oder auch die Jungs von Iron Sky, die momentan über 9 diverse Crowdfunding-Plattformen, darunter auch Flattr, den letzten Schritt zur Vollfinanzierung ihres Filmes gehen wollen.

Das sind nur ein paar erste Beispiele, die mir einfallen, um diese neue Form der Projektfinanzierung zu nutzen. Ich bin mir sicher, ab 1. Mai werden noch weitere folgen!