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Buch-Trailer voll im Trend?

Vor ein paar Tagen hat mir Schriftsteller und Drehbuch-Autor Michael Lee, auf Twitter besser bekannt als GoldenAgeofGeek, einen Link zu seinem neuen Buch-Trailer geschickt. Der Trailer an sich ist nicht besonders aufregend, aber die Idee dahinter umso mehr: Warum nicht auch für Bücher Trailer entwickeln, online stellen und verbreiten?

Was bei uns noch kaum verbreitet ist, hat im anglo-amerikanischen Raum bereits Tradition. Denn bereits vor rund einem Jahr habe ich im Rahmen meiner Tätigkeit als TrendScout für TrendOne die Plattform Bookscreening entdeckt, die sich auf die Präsentation eben dieser Buch-Trailer spezialisiert hat. Hier kann man ebenso wie im klassischen Online-Bookshop nach Genres suchen, hat jedoch die zusätzlich die Möglichkeit zu jedem gelisteten Buch auch einen Trailer anzusehen. Diese kurzen Videos können in andere Webseiten eingebettet, kommentieret und weiterverbreitet werden und erreichen somit völlig neue Zielgruppen.

Ein Kurzrecherche ergab jedoch, dass ich mir mein Urteil allerdings etwas zu schnell gebildet habe. Denn auch in unseren Landen gab oder gibt es sehr wohl Bemühungen, diese Form des Marketings zu etablieren. Mit mehr oder minder großem Erfolg. Denn ein Klick auf die Webadresse http://www.derbuchtrailer.de/ auf der gleichnamigen Facebook-Fanseite führte in Leere. Auch der viel versprechende Link zum Blog mit dem Namen Buchtrailer war eher enttäuschend. Letzter Eintrag: April 2010.

Daher frage ich mich: Beschäftigt sich noch jemand damit? Wenn ja, wo seid ihr alle? Auf YouTube?

Deine eigene Twitter Tageszeitung

Im Zuge meiner Tätigkeit als Senior Consultant Social Media bei SERY* Creative Communications ist mir der Twitter-Dienst paper.li wieder eingefallen. Ich habe darüber bereits gebloggt und darf mich zitieren:

„Mit dem Online-Service paper.li kann jeder Twitter-Nutzer seine eigene Online-Tageszeitung erstellen. Dazu durchforstet die Anwendung alle eigenen Twitter-Beiträge sowie jene der Followers. Anschließend werden sie in übersichtlicher Weise im Browser dargestellt und kommen sozusagen “druckfrisch” auf den Tisch.

Dabei stellt dieses Service nicht nur für Leser meines Twitter-Feeds eine gelungene Alternative dar, auch ich selbst lese “meine Zeitung” sehr gerne. Denn ich entdecke immer wieder neue, interessante Stories, die ich während des Tages übersehen habe.

Hier also der Link zur “Wolfgang Gumpelmaier Daily“, ich freue mich über viele Leser!“

Gerade die Nutzung als zusätzlichen News-Aggregator finde ich nach wie vor sehr spannend, da sie einen schnellen Überblick darüber gibt, was in der Twittersphere passiert ist. Seit meiner letzten, intensiven Beschäftigung mit dem Dienst sind vor allem einige nette Features dazu gekommen, wie mir scheint.

So gibt es nun ein Menü, das die Inhalte meiner Twitter-Followers thematisch gliedert, etwa in Film, Unterhaltung, Technologie, etc.

Weiters lassen sich nun Redaktions-Kommentare hinzufügen und somit etwa Links zu Webseiten in die Twitter-Zeitung einpflegen. Außerdem können jetzt auch einzelne Twitter-Listen als „daily“ ausgegeben werden und sogar maßgeschneiderte Ausgaben mit ausgewählten Twitter-Autoren sind möglich.

Alles in allem also ein recht rundes Services! Ähnliche Dienste wurden auf t3n vorgestellt, ich persönlich bin aber mit paper.li momentan höchst zufrieden. Einzig die Abo-Funktion via RSS funktioniert noch nicht so wie ich mir das wünsche, da ich den Feed ganz gerne in den SERY*-Newsroom einbinden möchte, ich ihn aber nur via E-Mail abonnieren kann. Und bald soll ja auch die individualisierte Facebook-Integration dazu kommen!

Überzeugt euch am besten selbst und durchforstest gerne auch die Daily’s meiner Kollegen. Viel Spaß beim Lesen!

Unterwegs: Co:funding in Berlin und Civilmedia in Salzburg

Diese Woche findet in Berlin die re:publica 11, die Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft, statt. Quasi als Unterkonferenz wurde die co:funding ins Leben gerufen, die sich einen ganzen Tag lang mit dem Thema Crowdfunding im Kulturbereich beschäftigt. Am Programm stehen unter anderem Vorträge von Sebastian Metzner, Senior Trend Analyst TrendONE, Ibrahim Evsan, Gründer von sevenload und United Prototype, Alain Bieber, ARTE Creative, Maxwell Salzberg, Diaspora, Karin Janner, stART Conference UND meiner Wenigkeit. Als Vertreter aus dem Filmbereich werde ich in meinem Vortrag Das Publikum als Co-Produzent: Crowdfunding für Filme in rund 20 Minuten die Grundzüge dieser alternativen Filmfinanzierungsmethode skizzieren und mich mit der einen oderanderen offenen Frage ans Publikum wenden.

Am Samstag geht’s dann nach Salzburg weiter zur Civilmedia, der Un-Konferenz mit dem Motto „Community Media for Social Change“. Auch hier gibt es einen Slot zum Thema „Crowd Funding & Social Payments„, den ich ebenfalls mit einem kurzen Vortrag zu bereichern versuchen werde. Wer nicht am Event teilnehmen kann, hat am Samstag die Möglichkeit via Online-Raum an der Diskussion teilzunehmen.

Vielleicht ergibt sich ja bei einer der beiden Veranstaltungen die Gelegenheit, sich mit Ihnen über Crowdfunding und andere Projektfinanzierungsformen auszutauschen? Ich würde mich sehr darüber freuen!

Die Woche in Links (14/11)

Uiuiui, der Tag ist fast vorbei und noch keine Links gepostet. Jetzt aber:

In eigener Sache – Links zu meinem Social Film Marketing Blog

Per Geocaching zum Theaterticket

Die Comödie Dresden vergibt in der Osterzeit Freikarten für diverse Vorstellungen. Das Besondere daran: die Tickets müssen in einer Art virtuellen Ostereier-Suche gefunden werden.

Dazu bedient sich das Theater dem trendigen Freizeitsport Geocaching, bei dem mit Hilfe eines GPS-Empfängers so genannte „Caches“ gesucht werden. Im konkreten Fall bestehen diese Caches eben aus Freikarten, deren geographische Koordinaten täglich auf der Webseite des Theaters veröffentlicht werden.

Die Comödie Dresden lockt auf diese Weise nicht nur zahlreiche Besucher auf seine Webseite, sondern positioniert sich zudem auch als innovatives Theater. Vor allem das Spiel mit der Verbindung „Ostereier-Suche“ und „virtuelle Schatzsuche“ finde ich äußerst gekonnt. Schöne Idee!